VARIOUS - Horror Punk Chartbusters Resurrection
ARTIST: Various
TITLE: Horror Punk Chartbusters Resurrection
LABEL: Wolverine Records
RELEASE DATE: 31.3.2025
GENRE: Horror Punk
LOCATION: Deutschland
RATING: 8 / 10
Track 1: The Other – Dancing With Tears in My Eyes
Los geht es mit einem Cover von Ultravox. Im Vergleich zu dem Original treffen hier E-Gitarren und eine warme, tiefe Stimme aufeinander. Diese Mischung gibt dem Song das gewisse Extra, eine persönliche Note, wie es bei Coversongs auch sein soll.
Track 2: Derry – Vampire
Die Deutschen machen hier alles richtig, auch wenn es hier und da etwas schief klingt, nicht geht über eine aufgepeppte Version des wirklich grottigen Olivia Rodrigo Songs. Hat auch etwas Oldschool Punk Flair - Klasse umgesetzt.
Track 3: Zombina and the Skeletones – Major Tom
Zu Major Tom braucht man nicht viel sagen - dieser NDW Track kennt jeder. Jetzt könnte man sagen, naja, hört sich nicht viel anders an als das Original nur mit weiblichen Vocals. Dem ist nicht ganz so, da wir hier über eine Band aus Liverpool sprechen die einen deutschen Song covern - Chapeau.
Track 4: Dickie Devil and the Deviants – Do You Wanna Dance
Dickie Devil and the Deviants präsentieren einen Klassiker aus den 60er Jahren. Cliff Richards Do You Wanna Dance. Einen Ticken härter und schneller gespielt als das Original, da kommt natürlich Freude auf.
Track 5: Bloodsucking Zombies – Science Fiction Double Feature
Sehr geil auch dieser Track, der aus dem Musical The Rocky Horror Picture Show stammt. Auch hier überzeugt der punkige Anstrich inklusive der Geschwindigkeit. Es ist nun mal so das man Coverversionen entweder schneller oder gar langsamer interpretiert und ein bisschen von dem eigenen Band-Charakter mischen hier alle in ihre Songs ein.
Track 6: Dead United – It’s not Unusual
Die Würzburger beschäftigen sich mit Tom Jones. Sehr schön der nennen wir es Chorgesang im Hintergrund. Tolle Umsetzung dieses Klassikers und er nimmt auf dem Album an der Stelle auch etwas Geschwindigkeit heraus.
Track 7: The Deathtones-Feel Good Inc.
Hier hat es lange gedauert bis mir die Gorillaz in den Sinn kamen. Eine sehr schöne doomlastige Note hat dieser Song. Schwer, schleppend und dazu der tiefe Gesang, genau das Gegenteil von dem, was das Original ausmacht. So geht covern. Eine wirklich fantastische Umsetzung.
Track 8: The Crimson Ghosts – Spin me round
Von Dead or Alive fand ich den Song schon Klasse. The Crimson Ghosts schrammeln den drei Minuten Song in zwei herunter und es ist einfach herrlich zuzuhören. Genau das, was ich bereits erwähnt habe, funktioniert. The Deathtones treten auf die Bremse, während The Crimson Ghosts das Gaspedal durchtreten.
Track 9: Bloody Holly and the Ricketz – Bad Guy
Ganz schlimm ist hier das Original von Billie Eilish. Eine Wohltat für die Ohren hingegen dieses Cover. Insgesamt klingt Song auch vom Gesang her viel flüssiger. Ich habe mir das Original angehört und verstehe nicht wie jemand 1 Mrd. Klicks bekommt, der einfach nur den Text ins Mikro stammelt.
Track 10: Dan Scary – Army of me
Ich liebe Björk, genauer gesagt ihre Musik und finde ganz besonders den schneller gespielten Keyboard am Anfang wirklich gut. Die dunkle Stimme passt hervorragend zu den Lyrics.
Track 11: Nim Vind – Folsom Prison Blues
Die Version von Johnny Cash ist schon richtig geil, da fällt es fast schon schwer den Song so zu interpretieren, das er nicht auf taube Ohren trifft. Er hat nichts von dem Country Touch des Originals, wirkt sehr modern, teilweise recht düster. Die Umsetzung gefällt mir sehr gut.
Track 12: Sonic Creeps – Children Of The Grave
Ganz schwierig, da ich bei Black Sabbath zum einen an das Tribut-Album von Ozzy und an Zakk Wyldes Coverband denken muss und somit bei Black Sabbath Covern immer ein virtuoses Frickel-Solo haben muss. Eigentlich bin ich befangen, aber es gibt schöne Parts bei diesem Track, wie der "Chor" am Ende und sogar der harsche Gesang im Mittelteil.
Track 13: Hellgreaser – Because The Night
Den Chorus werden viele schon beim Lesen im Ohr haben und vermutlich komplett falsch liegen, wenn sie raten müssten von wem der Song stammt. Patti Smith ist der Name und der Song stammt tatsächlich aus dem Jahre 1978. Hellgreaser machen hier einen tollen Job, obwohl ich die tiefe Stimme gerne über den gesamten Song gehabt hätte. Aber er rockt und ist keinesfalls so "klebrig" wie das Original.
Track 14: Astra Zombies – Never Gonna Give You Up
Die Band aus Elmshorn versucht sich an Rick Astley. Ich finde es immer schön, wenn eine Frau einen Song singt, der ursprünglich von einem Mann eingesungen wurde und umgekehrt. Dieses Cover macht richtig Druck nach vorne. Bisschen mehr Tempo und Härte und man macht jeden Pop Song "hörbar".
Track 15: Femur – The Witch
Absolut keine Ahnung, von wem dieses Original stammt. Ich dachte erst an The Rattles, aber das ist es wohl nicht. Ziemlich eigenartiger Song, der mit der Geschwindigkeit spielt. Dazu Blasinstrumente im Hintergrund. Wirkt alles etwas psychedelisch, was mir gut gefällt.
Track 16: Siblings of Samhain – Ghost Town
Coole Version des The Specials Songs von 1981. Schrammende Gitarren und charismatischer Gesang sind hier Pluspunkte. Das erhöhte Tempo steht dem Song auch gut zu Gesicht.
Track 17: Midnight Haunt – Somebody’s Watching Me
Diese Band drückt hier ihren eigenen Stempel auf. Doublebass im Refrain und ein gequälter Chorus zeichnen diesen Song aus. Die treibende, düstere Instrumentalfraktion tut ihr Übriges. Mir fehlt so ein bisschen Keyboard als Akzent, aber im Großen und Ganzen eine eigenständige Version.
Track 18: The Maü Maü – Maü Baker
Dieser Bonny M. Song wird in feinster Psychobilly Art runter geschreddert. Wie bei vielen anderen Songs auf dieser Compilation hat sich die Band dazu entschieden einfach das Tempo zu erhöhen, was bei einer rockigen Variante eines Pop Songs auch Sinn ergibt.
Track 19: Garbage Day Massacre – New Years Slay
Der Originaltitel lautet natürlich New Years Day und ist von U2. Diese Version gefällt mir sogar besser als das Original. Hier gibt es wieder kleine Temposchübe zwischen Refrain und Chorus und der Gesang ist wirklich gut. Ich mag die Stimme des Sängers.
Track 20: Los Morts – Self Control
Laura Branigan mit 3 Promille. So könnte man den markanten Gesang kombiniert mit der an sich normalen Instrumentalisierung nennen. Auf jeden Fall sympathisch.
Track 21: Left Hand Black – Working for The Weekend
Loverboy taten ihre Sache schon gut. Hier gibts eine Version, die ein bisschen rotziger herüberkommt, vielleicht ein Ticken schneller. Der Gesang ist großartig und das mag vielleicht mein Problem sein. Er hätte auch etwas dreckiger sein können.
Track 22: Rezurex – Runaway Boys
Hier ist es wirklich schwierig sich für eine Version zu entscheiden. Die Gitarrenarbeit von Rezurex ist auf jeden Fall viel moderner gespielt, klingt zum Original viel harmonischer im Kontext zu den anderen Instrumenten.
Track 23: RocknRoll Cannibals – Girls Just want to have fun
Von wem dieses Original stammt, muss man nicht googeln. Sehr geile Version, mit einer leichten Country Seite. So kann man auch Songs interpretieren. Eines der besten Cover auf dieser Compilation.
Track 24: The Spook – Hey little Girl
Zum Ende hin wird es noch einmal richtig gut. David Bowies Klassiker kommt mit einem richtig düsteren Flair und tollem Gesang herüber. Hätte dem Meister wohl auch gefallen.
Track 25: Surfistas No Muertos – Fight for your right (to Party)
Dem Namen nach zu urteilen dachte ich hier an eine südamerikanische Band. Doch aus Deutschland, aus Hagen stammt die Truppe. Die Aufnahme klingt von der Qualität her gruselig, als ob man das in irgendeinem Keller aufgenommen hätte. Mag der ein oder andere vielleicht charmant finden. Schade das kein Theremin zum Einsatz kam, das wäre wirklich außergewöhnlich gewesen.
Track 26: Horror Vision – Bro Hymn
Der Chor bei Pennywise klingt natürlich fetter, trotzdem würde ich mich lieber für diese Version entscheiden. Der melodiöse Gesang gefällt mit gut und ich finde es einerseits schade, dass er nicht durch den gesamten Song besteht, andererseits ist variabler Gesang, natürlich abwechslungsreich. Am Ende landet der Song in meiner Top 5 dieser Compilation.
Fazit: Bei einem Cover geht es natürlich in erster Linie um den persönlichen Geschmack des Künstlers und manchmal weiß man auch nicht, welche Erinnerungen an diesen Song geknüpft sind. Es sind tolle Songs am Start und jeder sollte sich seine Lieblinge herauspicken. Einen Totalausfall gibt es aber mit Sicherheit nicht auf diesem Sampler.
TRACKLIST:
A1 The Other – Dancing With Tears in My Eyes
A2 Derry – Vampire
A3 Zombina and the Skeletones – Major Tom
A4 Dickie Devil and the Deviants -Do You Wanna Dance
A5 Bloodsucking Zombies – Science Fiction Double Feature
A6 Dead United – It’s not Unusual
B1 The Deathtones-Feel Good Inc.
B2 The Crimson Ghosts – Spin me round
B3 Bloody Holly and the Ricketz – Bad Guy
B4 Dan Scary – Army of me
B5 Nim Vind – Folsom Prison Blues
B6 Sonic Creeps – Children Of The Grave
C1 Hellgreaser – Because The Night
C2 Astra Zombies – Never Gonna Give You Up
C3 Femur – The Witch
C4 Siblings of Samhain – Ghost Town
C5 Midnight Haunt – Somebody’s Watching Me
C6 The Maü Maü – Maü Baker
C7 Garbage Day Massacre – New Years Slay
D1 Los Morts – Self Control
D2 Left Hand Black – Working for The Weekend
D3 Rezurex – Runaway Boys
D4 RocknRoll Cannibals – Girls Just want to have fun
D5 The Spook – Hey little Girl
D6 Surfistas No Muertos – Fight for your right (to Party)
D7 Horror Vision – Bro Hymn